Gewächshaus kaufen – Welches Gewächshaus ist das Richtige?

Vor allem im Internet gibt es eine riesige Bandbreite an Gewächshäusern – unterschiedlichste Formen, Größen und Dicken. Doch wenn man zum Baumarkt um die Ecke fährt, wird man direkt enttäuscht. Wir hatten beispielsweise nur 2 Modelle zur Auswahl. Schade, finde ich. Denn eine so wichtige Anschaffung wie das Gewächshaus möchte man sich vor dem Kauf gerne anschauen und nicht nur online bestellen. Worauf ihr beim Kauf achten solltet, um nicht enttäuscht zu werden, erfahrt ihr hier.

Gewächshaustypen – Eine kurze Übersicht

Prinzipiell gibt es drei verschiedene Typen von Gewächshäusern: Freistehende Gewächshäuser, Foliengewächshäuser und Anlehngewächshäuser. Die meisten entscheiden sich für das freistehende Gewächshaus mit Satteldach. Doch für die Profi-Gärtner unter uns gibt es ebenfalls das sogenannte Dutch Light House. Dieses Gewächshaus verfügt über schräge Seitenwände und ermöglicht somit eine maximale Lichteinstrahlung. Durch die Bauweise ist die Nutzfläche etwas geringer, dafür kann es jedoch auch im Winter genutzt werden. Anlehngewächshäuser werden, wie der Name es schon suggeriert, am Haus angelehnt. Dadurch, dass sie direkt an die Hauswand gebaut werden, ist der Anschaffungspreis geringer. Ebenfalls wird Wärme gut gespeichert und das Gewächshaus kühlt nicht so aus, wie ein freistehendes. Foliengewächshäuser eigenen sich für Tomaten, welche es sonnig mögen und nicht von oben nass werden möchten. Da die Gewächshäuser lediglich eine Folie besitzen, sind sie nicht sehr robust. Allerdings sind sie eine günstige Alternative zum klassischen Gewächshaus und ermöglichen es, die Gartenzeit im Frühjahr und Spätherbst zu verlängern.

Gewächshaus aus Glas oder Kunststoff?

Gewächshäuser aus Glas haben den Vorteil, dass sie das Licht sehr gut durchlassen. Allerdings sind sie bei Unwetter ebenfalls sehr bruchgefährdet. Daher sind Gewächshäuser aus Kunststoff stark im Trend. Hier gibt es sehr unterschiedliche Modelle – vom Plexiglas bis hin zum Polycarbonat. Das Plexiglas ist dem richtigen Glas sehr ähnlich, es schützt vor UV-Licht und stellt somit sicher, dass die Blätter der Pflanzen keinen Sonnenbrand bekommen. Manche Hersteller nutzen Plexiglas mit einer Alltop-Beschichtung, diese lässt das Kondenswasser der Pflanzen einfach abperlen.

Preisgünstiger als Plexiglas sind Stegplatten aus Polycarbonat. Die Lichtdurchlässigkeit liegt hier nur bei 85%, doch es ist robust und bruchempfindlich. Hier gibt es verschiedene Dicken, von 4mm bis hin zu 10mm. Ich empfehle hier die Stegplatten ab 6mm, denn die Anschaffung soll schließlich eine Weile halten und nicht vom ersten Sturm umgeworfen werden.

Auf die Größe kommt es an

Wer einen Kleingarten besitzt, sollte unbedingt seinen Pachtvertrag prüfen. Denn hier sind meist nur bestimmte Größen zulässig. Bei uns in Berlin sind es 7m², die man ohne Probleme und vor allem ohne Antrag aufstellen darf. In der Regel ist diese Größe auch ausreichend. Wer sich jedoch komplett selbstversorgen will, sollte etwa 10m² einplanen. Beim Kauf solltet ihr ebenfalls darauf achten, dass das Gewächshaus breit genug ist. Ansonsten stößt man überall an und hat keine große Freude. Ab 2m Breite kann man sich angenehm darin aufhalten.

 

 

 

Du magst vielleicht auch