Bewässerungssystem für den Garten – Alles automatisiert

Wer kennt das nicht? Man hat viel um die Ohren und hat einfach keine Zeit noch eine halbe Stunde den ganzen Garten zu gießen. Oder man ist Kleingartenbesitzer und einfach nicht jeden Tag vor Ort. Doch gerade im Sommer benötigen unsere Pflanzen regelmäßig Wasser, besonders Pflanzen wie Paprika sind sehr wasserbedürftig. Dank moderner Technik kann uns hier einiges an Arbeit abgenommen werden. Es gibt ganz unterschiedliche Bewässerungssysteme für den Garten, die ich euch hier einmal vorstellen möchte.

Das richtige Bewässerungssystem wählen

Sprinklersysteme

Den Sprinkler für den Garten kennen wir noch alle aus unserer Kindheit, als wir im Sommer durch den Garten geflitzt und in der Badehose über den Wassersprinkler gesprungen sind. Der Sprinkler eignet sich für große Flächen und unempfindliche Pflanzen, so wie den Rasen oder Beete mit Salat und Kräutern. Der Sprinkler kann wahlweise auch unterirdisch angebracht werden, so dass man nicht darüber stolpert. Hier gibt es verschiedene Sprüharten:

  • Kreisregner: Aus kleinen Düsen werden Wasserstrahlen ausgesprüht, diese drehen sich, so dass der Gartenbereich gleichmäßig bewässert wird.
  • Impulsregner: Die Impulsregner haben einen festen Wasserstrahl und spritzen das Wasser somit sehr weit. Durch einen Stopper wird der Strahl ständig unterbrochen, damit der Strahl nicht so hart auf den Boden trifft. Der Impulsregner eignet sich nicht für Gärten mit empfindlichen Pflanzen.
  • Versenkregner: Der Versenkregner verschwindet unter dem Boden, wenn er nicht genutzt wird. Erst bei Benutzung kommt er aus der Erde hervor. Der Versenkregnet hat unterschiedliche Regenarten und ist somit eine ideale Investition für den Garten.

Micro-Drip Systeme

Mirco Drip Systeme sind, wie der englische Name es schon erahnen lässt, Anlagen für Tropfbewässerung. Es ist zum einen ein nachhaltiges Bewässerungssystem, da hier nur geringe Wassermengen verbraucht werden. Zum anderen eignet es sich perfekt für Pflanzen, die kein Wasser von oben vertragen, wie Paprika oder Tomaten. So werden direkt die Wurzeln mit Wasser versorgt. Auch hier gibt es verschiedene Sprüharten:

  • Sprühschlauch: Der Gartenschlauch hat winzige Löcher, aus denen ein gleichmäßiger Sprühnebel austritt. Die Tropfen sind sehr fein und die Erde wird ganz sanft bewässert.
  • Kleinflächenregner: Mit einem Radius von bis zu 40cm wird das Wasser hier verteilt. Durch die geringe Höhe eignet sich der Kleinflächenregner ideal für Blumenbeete.
  • Sprühregner: Der Sprühregner ist höhenverstellbar. Durch die Anpassung des Austrittswinkels kann die Höhe entsprechend des Bewuchses angepasst werden.
  • Viereckregner: Den Viereckregner kennt man aus fast jedem Garten. Es handelt sich um ein kleines Anbauteil mit nebeneinander liegenden Düsen. Durch den Wasserdruck wird der Regner hin und her bewegt, so dass eine breite Bewässerungsfläche entsteht.

 

Automatische Bewässerung

Hier gibt es grundlegend zwei unterschiedliche Steuerungsarten. Einmal die manuelle Steuerung und einmal die vollautomatische Steuerung. Bei der manuellen Steuerung musst du den Wasserhahn noch selbst aufdrehen, bei der vollautomatischen Steuerung gibt es ein Programm, über welches die Wasserversorgung gesteuert wird. Durch Ventile können die Bewässerungszonen an- und abgeschaltet werden. Man hat die Möglichkeit einen festen Bewässerungsrythmus einzustellen oder eben ein Erdfeuchte-Messgerät anzubringen. Neuere Modelle ermöglichen ebenfalls eine Steuerung nach der Evapotranspiration. Das bedeutet, dass spezielle Sensoren die Verdunstung der Pflanzen misst, sowie die Lufttemperatur, die Sonneneinstrahlung und die Niederschlagsmenge. Entsprechend dieser Daten wird dann die Bewässerungsmenge ermittelt. Die meisten vollautomatischen Bewässerungssysteme enthalten eine Solarzelle, aus welcher der Betriebsstrom bezogen wird. Bewässerungscomputer gibt es ab etwa 50€.

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